Vor allem Sportler können sich sehr schnell einen vorderen Kreuzbandriss zuziehen. In den meisten Fällen reicht schon eine ungünstige Bewegung oder ein Sturz aus, das Kniegelenk verdreht sich und das eigentlich zur Stabilisierung des Knies dienende vordere Kreuzband reißt und kann nicht mehr dafür sorgen, dass Unterschenkel und Oberschenkel in der richtigen Position bleiben.
Ein vorderer Kreuzbandriss wird oft durch ein Knacken oder ein knallähnliches Geräusch im Knie begleitet. Darauf folgt ein schmerzliches Anschwellen des Gelenks und die Bildung eines Blutergusses.
Symptome und Diagnose eines Kreuzbandrisses
Je nachdem wie groß die Verletzung ist, können die Schmerzen nach einigen Tagen wieder verschwinden und genau darin liegt die Gefahr, einen Kreuzbandriss nicht als solchen zu erkennen. Eine unbehandelte Kreuzbandverletzung kann aber zu weiteren Schäden und sogar zu einer schweren Arthrose führen.
Eine eindeutige und exakte Diagnose ist deshalb sehr wichtig und kann mit einem normalen Röntgengerät nicht gestellt werden. Eine zuverlässige Diagnose kann aber mit Hilfe eines Magenetresonaz-Tomographen (MRT) erfolgen.
Die vom MRT gelieferten Bilder lassen eine sehr detaillierte Diagnose des Kreuzbandrisses zu.
Kreuzbandriss: Die Operation ist fast immer notwendig
Die Auffassung, dass ein Kreuzbandriss, je nach Ausmaß der Verletzung, nicht-operativ allein durch Muskelaufbautraining behandeln lässt ist falsch. Das vordere Kreuzband hat im Knie eine ähnliche Funktion wie der Sicherheitsgurt im Auto, den man zum Autofahren selbst zwar nicht benötigt, aber im Falle eines Unfalls kann er Leben Retten. Eine Operative Behandlung des Kreuzbandes ist also in fast allen Fällen notwendig.
Die minimal-invasive Kreuzbandoperation: Ausgezeichnete Erfolgsquote
Bei der Operation eines gerissenen Kreuzbandes wird in der Regel geeignetes Ersatzmaterial für das beschädigte Kreuzband benötigt. Unter anderem kommen hierbei entweder die Kniescheibensehne (Patellarsehne) oder durch die Semikonduktorsehne (im Hinteren Teil des Oberschenkels) in Frage, wobei letztere vorzuziehen ist, da die Kniescheibensehne nicht halb so elastisch ist, wie die Semikonduktorsehne. Welche der zur Verfügung stehenden Techniken bei der Kreuzbandoperation zum Einsatz kommt hängt aber von vielen verschiedenen Faktoren ab. So spielen unter anderem Körpergewicht, Alter, Gewebestruktur, Geschlecht und sportliche Atkivität des Patienten eine Rolle.
Dank der minimal invasiven Operationstechnik müssen dafür keine großen Schnitte mehr zur Öffnung des Gelenks durchgeführt werden. Mittels kleinster Kameras und Instrumente wird das Implantat wie durch ein Schlüsselloch, in das Kniegelenk gezogen und befestigt. Die Ersatzsehne wächst mit der Zeit in den Knochen ein und dient fortan als vorderes Kreuzband. Die minimal invasive Operationstechnik hat neben der Vermeidung von häßlichen Narben den Vorteil, dass der Heilungs- und Erholungsprozess, unterstüzt durch physiotherapeutische Maßnahmen, relativ überschaubar bleibt.